Dienstag, 12. Juni 2012

who's gonna tell you when it's too late


via we♥it

Es ist ein unheimlich erleichterndes Gefühl, diesen Wisch unterschrieben und ein vollgepacktes Konto zur Verfügung zu haben. Problem bleibt, eine wundervolle Immobilie zu finden, die es verdient, jeden Cent in den Schornstein gesteckt zu bekommen. Mittlerweile rührt mich meine Lieblingsstadt bereits zu Tränen, wenn ich nur die Tagesschau mit berlinerischen Politik-Debatten ansehe und ich ertappe mich dabei, dass meine Augen beim Wetterbericht ganz von selbst Richtung Osten wandern. Ich hab lang' nicht mehr so große Sehnsucht gehabt.
'Zielstrebigkeit' ist ein positives Wort, das ich in der Vergangenheit in Selbsteinschätzungstests oder Freundebüchern nur zu gern unter meine positiven Eigenschaften gekritzelt hab. Jetzt stinkt es mir, dass ich meine Träume, die vielleicht eine Nummer größer waren, als angenommen, nicht loslassen kann. Bis ihr vollständig von der Bildfläche verschwunden seid, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Ich wünschte, die Sonne würde uns ein paar Grad mehr schenken oder sich völlig hinter den Wolken verkriechen, statt mir Hoffnung auf Shorts, Flip Flops und Sonnenbrille zu machen, bis ich aufs Thermometer gucke und mich zurück in die unheimlich bequemen Kissen meines liebsten Bettes verabschiede. Obwohl ich gewohnt bin, dass unser Dorf - umringt von einem sommerlich sonnigen Deutschland - stets von einer dunkelgrauen Schlechtwetterwolke umgeben wird. Mir klappte beinahe die Kinnlade bis auf den Teppichboden, als meine Verwandte in Berlin fragte, ob hier wirklich ausschließlich so mieses Wetter sei, wie wetter.com tagtäglich verkündet. Wir sind weltberühmt. 
In 10 Tagen werde ich mein Abiturergebnis abholen und ich stelle gerade fest, dass ich keine Angst mehr habe. 

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